Rezension: Deliverance Lost (Warhammer 40k/Horus Heresy)

Deliverance Lost wurde von Gav Thorpe geschrieben, das Buch beginnt mit einer kurzen Erzählung, wie Corax und die „wenigen“ Überlebenden der XIX. Legion des Adeptus Astartes, die Raven Guard, von Istvaan V. gerettet werden.

Hierbei gibt es einen kurzen Querverweis auf eine Kurzgeschichte (ich glaube in Age of Darkness zu finden). Im weiteren Verlauf wird erzählt, welche Technologie Corax vom Imperator überlassen wird (und welchen Preis dies hat), warum sie so wertvoll war, als auch, wieso sie verloren ging. Wie schon in der kurzen Inhaltsangabe ersichtlich, wurde die Raven Guard von Mitgliedern der XX. Legion, Alpha Legion, infiltriert und so überrascht es wenig, wenn sowohl aus Sicht von Mitgliedern der Raven Guard, als auch der Infiltratoren geschildert wird. Rückblenden werden nur von Corax aus gesehen, allerdings erzählen diese sowohl seine Geschichte vor dem Eintreffen des Imperators, als sie auch gut eingefügt sind

[spoiler]Primarchentechnologie!

Leider kann ich nicht mehr verraten, da es wirklich viel zu viel spoilern würde.

 

[/spoiler]

Mein Fazit: Die Spannung bleibt erhalten, von Anfang bis zum Ende. Mag zwischendurch auch die Anwendbarkeit und Anpassung der Technologie etwas langatmig erscheinen, so lässt einem das Resultat der Forschung als auch die Überlegungen, was die Infiltratoren machen werden, nicht stoppen. Es wird gezeigt, wie die Alpha Legion vorgeht und wieso dies auf der einen Seite so äusserst effektiv ist, aber auf der anderen Seite wird auch der Nachteil deutlich (gegen Ende des Buches). Vorallem, welche Technologie Corax verwenden durfte und die Auswirkungen dieser haben mich sowohl überascht, als sie mich auch zum Weiterlesen gefesselt haben, da ich wissen musste, wieso die Raven Guard diese 10.000 Jahre später nicht mehr einsetzt. Die Rückblenden von Corax, welche meistens auch helfen, die Persönlichkeit von anderen Charakteren besser einzuschätzen, erzählen sehr gut, wieso er seine Legion auf Guerillia-Taktiken drillte wogegen seine Gedanken und Gefühlswelt einmal mehr zeigen, wie sehr der Bruderkrieg selbst die Primarchen erschütterte. Das Katz-und-Maus-Spiel der Alpha Legion haltet eine der grössten Wendungen im Buch parat und arbeitet sehr gut mit dem Rest zusammen, sodass eine Spannung aufgebaut wird, welche mich kaum losliess. Ich empfehle aber vorher unbedingt Legion (und das oben erwähnte Age of Darkness) zu lesen, da einem sonst einiges, was mit der Alpha Legion zu tun hat, nicht so ganz klar wird und man sich gewisse „aha, dass kenne ich ja!“-Erlebnisse versagt werden (welche, meiner Meinung nach, eine gute Belohnung für die Leser dieser Serie sind). Wohl kein Buch der Horus Heresy hat mich bisher in seiner Gesamtheit so sehr gefesselt.

 

Format: Taschenbuch

Seiten: 480

Verlag: Black Library

Preis: 6,60 Euro

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