*UPDATE*Review: Kreuzzug des Feuers (Warhammer 40k Kampagnenband/Video)*UPDATE*

In der heutigen Review möchte ich euch den neuen Warhammer 40.000 Kampagnenband „Kreuzzug des Feuers“ vorstellen.

Kreuzzug des Feuers ist ein Kampagnenbuch von Andrew Kenrick, herausgegeben von Games Workshop. Es umfasst 96 Seiten und ist in mehrere Abteile unterteilt. Der erste Teil ist die Einleitung, gefolgt mit den Kampagnenregeln, welche sicherlich nett zu lesen sind, aber das Rad wurde hier nicht wirklich neu erfunden. Einzig die Auswirkungen der strategischen Ziele sowie die veränderten Begabungen des Kriegsherren sind nett anzuschauen – auch wenn letztere leider sehr ähnlich sind (4 sind wohl mehr oder weniger identisch zwischen den beiden Fraktionen).

Es folgt eine Übersicht über den Sektor mit Gründen zu den einzelnen Planeten, weshalb die beiden „Hauptfraktionen“ (Kreuzzug des Feuers und Diener der Zerstörung) diesen erobern sollten. Immerhin ist dies recht nett aufgezogen. Weiters sind hier zum Teil schon Anmerkungen zu lesen, welche Welt zum Beispiel die Regeln für eine Dämonenwelt benutzen oder ähnliches. Danach noch Worte zur Spielleitung (welche schon öfters in diversen anderen Büchern von Games Workshop zu lesen waren) und schon geht es weiter zum Hintergrundteil, welcher länger und durchaus stimmig gehalten wurde. Anschliessend eine Auflistung der teilnehmenden Kommandeure mit ihren Armeen sowie Worten zu diesen. Sehr schön anzusehen, auch wenn es sich etwas ziehen kann, die ganzen Texte zu lesen.

Dann geht es doch noch los mit der Kampagne – auch wenn es immer wieder recht kurz gehalten wird, was genau passierte (aber soviel Platz hätten sie eh nicht). Jene Texte sind nett geschrieben, teils als Hintergrund verfasst und auch mit Humor. Von Seite 40 bis Seite 69 darf man sich dann den Verlauf durchlesen.

Nun kommen wir zu den neuen Regeln – angefangen von Regeln für Brennende Himmel! (Anmerkung des Autors: nein nicht die Gefechtsoption aus Planetare Invasion)Hierbei wird ein sogenannter Kurvenkampf erörtert, welcher sich in mehreren Phasen gliedert (aber nicht immer eingeleitet wird, da man einen Würfel hierzu werfen muss). Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten: strategisch planen oder selbiges mit einem (verdeckten) Würfelwurf entscheiden, wie sie der Flieger (Verfolger und Gejagter zur Unterscheidung genannt) verhalten. Auch wenn sich die Regeln nett lesen und spannend wirken, sind sie vorallem bei grösseren Spielen wohl zum in den Hintern beissen (ausser man will die Abwechslung), da sie sehr viel Zeit verbrauchen würden, wenn viele Flieger im Spiel sind und somit auch viele Kurvenkämpfe stattfinden würden.

Alles in allem sind die Regeln durchaus voller potential und ich freue mich, sie auszuprobieren (in einem kleinem Spiel).

Es folgen dann diverse Spezialmanöver (mit speziellen Wertangaben für die diversen Fraktionen), welche sich öfters aber auch auf den Kurvenkampf beziehen (aber viele auch nicht) und Fliegerasse. Letztere sind Aufwertungen für einen Flieger, welche für 50 Punkte eine von drei möglichen Auswirkungen (man wirft einen W3) verleihen. Auch hier gilt, dass einige Auswirkungen für den Kurvenkampf sind, doch der grösste Teil ist durchaus auch für die „normale“ Schlacht geeignet (zB. +1 auf die Frontpanzerung, um einen der häufigsten Auswirkungen zu nennen).

Nun kommen wir zu einer netten Erweiterung – den Regeln für Dämonenwelten! Neben ein bisschen Hintergrund und eine kurze Auflistung von Dämonenwelten geht es auch direkt an die Sonderregeln – immerhin doch einige! Wie sehr diese Regeln aber für grössere Schlachten (Apokalypseformat, ca ab 5000 oder 7500 Punkte) geeignet ist, bleibt mir aber verschlossen und auch hier fürchte ich fast wegen des Mikromanagements Schlimmes. Dafür dürfte es durchaus für Punktegrößen darunter gut geeignet zu sein, als auch mit vielen anderen Szenarios kombinierbar. Was leider noch etwas schade sein könnte, ist, dass man Dämonenmodelle braucht, wenn man nicht zufällig schon welche hat (sprich Chaos Dämonen beteiligt hat oder als Zweitarmee).

Den Abschluss bietet ein eigenes Szenario, welches interessant ist und Potential bietet und auf welches ich mich am meisten gefreut habe: die Arena des Todes. In der Grundversion kämpfen hier zwei Helden (nicht notgedrungen HQ-Auswahlen) gegeneinander. Bewegungs- und Schussphase bleiben gleich, jedoch kommt im Nahkampf ein besonderes System zum Einsatz, welches sich aus den beigefügten Manöverkarten zusammensetzt (es empfiehlt sich, diese zu kopieren, wie im Buch vorgeschlagen). Die Regeln im einzelnen würden wohl diesen Artikel etwas sprengen, aber es klingt nach einem gutem System für das, was es sein soll – ein Kampf in der Arena, wo nicht immer der Stärkste gewinnt, sondern eventuell auch derjenige, welcher das Publikum für sich gewinnen kann! Weiters lässt sich das System auch gut umfunktionieren, sodass ein Held gegen mehrere Wellen von Gegnern antritt (wie auch kurz im Buch angegeben).

 

Mein Fazit: auch wenn mich der Kampagnenteil und Bericht etwas enttäuschte, so haben mich vorallem die Bilder von Station Brückenwacht und einzelne Regeln sehr zum Planen und nachdenken, wie ich etwas vergleichbares aufziehen könnte, gebracht. Die Regeln, welche für Kurvenkämpfe und Dämonenwelten geschrieben wurden sind zwar gut und nett, aber, so fürchte ich, werden sie auf kurz oder lang eher in der Versenkung verschwinden (vor allem, wenn viele Spiele mit massiver Luftwaffe gespielt werden), da der Spielfluss doch sehr darunter leiden könnte (je nach Spielerart). Was die Arena des Todes anbelangt, so bin ich eher überrascht gewesen, da ich mich zwar sehr darauf gefreute habe, aber mir nichts vorstellen konnte. Das Ergebnis ist zwiespältig zu betrachten. Einerseits könnte es echtes Arenafeeling geben, andererseits aber Schwierigkeiten bei der Heldenauswahl (wenn man sich zu sehr auf HQ-Basis verschaut). Hier könnte eine kleinere Truppe, welche in den Kampf geschickt werden, ganz nett sein (aber dafür gäbe es dann wieder Regeln in Kampfeinsätze, welche eine Konkurrenz bilden würden).

Alles in allem nett, aber nicht umwerfend.

 

Link: Games-Workshop

Daishi

Daishi ist Gastautor bei W6-Tabletop und unterstützt das Ressort "Rezensionen", Fachgebiet: das Warhammer 40k Universum.

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2 Antworten

  1. SenturNo Gravatar sagt:

    Da du sehr monoton sprichst, wäre es super wenn du am Schluss ein größeres Fazit ziehst oder wenigstens eine Bewertung von zb. 1 (schlecht) – 10 (super) geben würdest. Oder was dir gefallen oder nicht gefallen hat. Sonst gefallen mir deine Reviews seh gut.

    • RomanNo Gravatar sagt:

      Eine schriftliche Review zu dem Band folgt in Kürze und kann hoffentlich noch einen besseren Einblick geben, dass Video sollte nur einen groben Überblick geben (Aufmachung, Verarbeitung, Artworks usw.).

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