Warhammer 40.000 Gerüchteküche: die 6. Edition laut TastyTaste

Ehrlich gesagt habe ich etwas gezögert, euch diese Gerüchte hier zu bieten, die der Benutzer „TastyTaste“ auf der Website Blood of Kittens gepostet hat und die, wenn sie stimmen, nicht weniger als eine (vor allem inhaltliche) Revolution in der kommenden 6. Edition von Warhammer 40.000 vorhersagen.

Andererseits will euch Gerüchte, die auf den Foren dermaßen heiß diskutiert werden, natürlich auch nicht vorenthalten. Hier also TastyTaste – und wie er die 6. Edition sieht.

 

 

via TastyTaste (Originalposting auf Englisch)

OK, lasst uns mal etwas Spaß haben, Leute. Die 6. Edition ist noch ungefähr zwei Monate entfernt, also lasst uns mal ein paar Grundregeln aufstellen.

Die [vor einigen Monaten] „geleakten“ PDFs der 6. Edition waren und sind immer noch eine komplette Erfindung.

Die 6. Edition von Warhammer 40.000 wird der 8. Edition von Warhammer Fantasy Battles und der 2. Edition von Warhammer 40.ooo viel ähnlicher sein, als sonst einem Regelwerk.

Games Workshop hat immer noch eine Nachrichtensperre am Laufen, insofern gebe ich nur Dinge weiter, die bereits aus älteren Regelwerken bekannt sind, um meine Informanten vor dem langen Arm von GW zu schützen.

Lasst uns also anfangen.

Als erstes zur Weiterentwicklung des Hintergrunds.

Das Imperium ist am Auseinanderbrechen und die Space Marines beginnen, sich von den Herren von Terra abzuwenden. Die Angst [des Imperiums] vor Häresien und die Xenophobia haben einen Punkt erreicht, an dem die meisten Orden der Space Marines gegen die Wünsche des Imperiums handeln.

Es hat eine Entdeckung von galaktischen Ausmaß gegeben.

Zu einer Zeit vor der Häresie des Horus hat der Imperator Roboute Guillaume mit dem Schutz einer Xenosrasse beauftragt, die gegenüber den Verlockungen des Chaos völlig immun war und deswegen den Schlüssel zur Zerstörung des Chaos darstellt. Die Häresie des Horus beendete solche Pläne. Jahrhunderte später, in der Jetztzeit des Spiels, hat die Entdeckung der vorher verlorenen Korrespondenz zwischen dem Imperator und Guillaume dazu geführt, dass Orden wie die Ultramarines und andere glauben, dass die Tau jene verlorene Rasse seien. Deswegen ist der Adeptus Astartes jetzt nicht mehr der Zerstörer der Tau, sondern ihr Beschützer.

 

Regeländerungen:

  • Alle Einheiten erhalten einen 6+ Schutzwurf gegen alle Psikräfte.
  • Zufällige Reichweiten bei Angriffsbewegungen.
  • Vorheriges Abmessen von Entfernungen erlaubt.
  • Zufällige Schlachtfeldereignisse.
  • Alle Armeen können Gebäude für das Schlachtfeld erwerben.
  • Psikräfte werden während der Aufstellungsphase ausgewählt (Ausnahme: Grey Knights)
  • Die Möglichkeiten für Aufstellung und Missionen haben sich verdoppelt.

 

Und die große Nachricht

 

ALIIERTE SIND WIEDER ERLAUBT

Ja, das ist richtig, es gibt wieder Aliierte und sie werden je nach dem Hintergrund bestimmte Einschränkungen haben. Also haben z.B. Tyraniden keine Aliierte. Tau können sich mit Space Marines verbinden, Necrons mit Blood Angels, Imperiale Armee mit Space Marines. Chaos Space Marines mit Daemonen. Wenn  es zum Hintergrund passt, wird es möglich sein.

 

Nur soviel für jetzt, um euch Leute heiß zu machen.

Erwartet mehr Details, wenn wir uns der bevorstehenden Veröffentlichung der 6. Edition von Warhammer  40.000 nähern.

 

Soweit also TastyTaste. Vielleicht trifft der/die Benutzer/in „Eldargal“ am Besten meine Meinung dazu:

 

 

via Eldargal (Originalposting auf Englisch)

Ich glaube diesen Gerüchten nicht, denn sie zeigen keinerlei Verständnis für die 8. Edition von Warhammer Fantasy, der 2. Edition von Warhammer 40.000 oder wie Games Workshop funktioniert. Insofern ist Games Workshop entweder verrückt geworden oder TastyTaste ist in die Irre geführt worden. Das hat nichts mit meinem Codex [Eldar] zu tun, von dem ich weiß, dass er sowieso nächstes Jahr kommen wird.

Der angebliche Hintergrund ist auch sinnfrei, er widerspricht 25 Jahren Warhammer 40.000 UND er widerspricht sich auch noch selber. Die Geschichte, dass sich nur Blood Angels und Necrons aliieren können, zum Beispiel, basiert auf einem weit verbreitetem Mißverständnis dieser Hintergrundgeschichte.

Zum Beispiel sagt Games Workshop auch nie „jede Armee kann das AUSSER DIR“, zumindest inzwischen nicht mehr. Da muß man nur die Regeln für Aliierte in Warhammer Fantasy Battles ansehen, wo sich jede Armee mit jeder anderen verbinden kann, nur dass es bei manchen reibungsloser geht.  Schaut nur Sturm der Magie an, nach dem die Hochelfen Dämonen beschwören können, nicht weil das Sinn macht, sondern weil es unfair wäre, es ihnen nicht zu erlauben. Tyraniden, die sich mit Space Marines verbinden, würden nicht mehr oder weniger Sinn machen als Echensmenschen, die sich mit Dämonen oder Kriegern des Chaos verbinden, aber genau das können die.

Ich mag mich irren und falls dem so ist und Games Workshop diesen Weg einschlägt, dann kann ich mich durchaus in einer Position befinden, in der ich nicht länger die 6. Edition spielen mag, denn diese Gerüchte klingen völlig verachtenswert. Aber ich werde abwarten, bis ich wirklich Erfahrungen mit der neuen Edition gesammelt habe, bevor ich eine solche Entscheidung treffe.

Niemand kann die Leute dafür verurteilen, dass sie sich über diese Gerüchte aufregen und sie verneinen, sie sind ziemlich schrecklich.

 

 

Was auch immer zur 6. Edition kommen wird – wir halten euch auf dem Laufenden!

 

 

Meine Einschätzung: ich muß gestehen, bei „Enthüllungen“ auf Blood of Kittens bin ich mindestens so vorsichtig wie bei den Kollegen von Beasts of War. Beide Seiten sind von ihren Betreibern klar darauf ausgelegt, möglichst viele Besucher anzulocken und da Games Workshop selbst sehr wenig verlässliche Informationen bietet, was von ihrer Seite als nächstes kommen mag, haben beide die Gerüchteküchen für sich entdeckt. Dabei hat Beasts of War klar die Nase vorn, sprich: sie verfügen oftmals als erste über Bildmaterial aus kommenden White Dwarfs, während bei Blood of Kittens die Kontakte in die Produktion von Games Workshop eher dünn sind. Insofern blähen beide das, was sie haben, durch eigene Hypothesen und das Widerkäuen von Diskussionen in den Foren auf. Und dabei haben vor allem die Betreiber von Blood of Kittens den Anspruch, durch z.T. haarsträubende Hypothesen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Übrigens mit Erfolg: die Website von Blood of Kittens bricht regelmäßig nach solchen Enthüllungen wegen zuvieler Zugriffe zusammen und die Kollegen von Beasts of War hatten bei ihrer Fliegerenthüllung soviele Kommentare und Zuschauer bei ihrem Videoblog, dass es ihnen selbst unheimlich wurde… 

Was nun dieses speziellen Gerüchte angeht, so muß man die Regelteile von den Gerüchten zum Hintergrund unterscheiden. Erstere käuen nur wieder, was schon lange durch die Foren geistert und wohl auch in etwa so kommen wird – das Abmessen von Entfernungen, die größere Bedeutung von Gelände, mehr Zufallsereignisse, das alles deutet sich ja bereits in den verschiedenen Regelerweiterungen an, die der White Dwarf seit ein paar Monaten bringt.

Was den Hintergrund angeht, nun, auch hier sind Gerüchte dazu seit langem im Umlauf, dass die neue Edition das Imperium der Menschheit mehr denn je am Abgrund sehen wird… nur, ganz ehrlich: ich glaube nicht daran. In der Industrie hat man sicher noch grauenhafte Fehlentscheidungen im Hinterkopf (selbst bei Games Workshop), als z.B. White Wolf ihre erfolgreiche „World of Darkness“-Reihe untergehen ließ und mit den Nachfolgeprodukten nie mehr an die alten Erfolge anknüpfen konnte. Man wird in Nottingham sehr, sehr gut aufpassen, um sich die eigene Marke, die ja auch als Lizenzprodukt soviel Geld einbringt, nicht durch ungeschickte Entscheidungen selbst kaputt zu machen. Ich erwarte insofern kleinere Änderungen am Hintergrund, aber definitiv nichts dermaßen einschneidendes, wie hier behauptet. 

 

 

Quellen: Blood of Kittens, Faeit 212, Warseer

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1 Antwort

  1. DaishiNo Gravatar sagt:

    ach, gegen eine gute Weiterentwicklung des Hintergrundes hätte ich nichts – auch, wenn es nicht in diese Richtung wie von Tastytaste angedeutet wurde, gehen muss<<

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