Rezension: Know no Fear (Warhammer 40k/Horus Heresy)

In dem Roman „Know no Fear“ von Dan Abnett, erschienen für die Horus Heresy-Reihe von Black Library, wird ein chronologischer Ablauf der Schlacht um Calth zwischen der XIII. Legion (Ultramarines) des Adeptus Astartes und der XVII. Legion (Word Bearers) geschildert. Hierbei mag der Einstieg etwas befremdlich wirken, da so ein Aufbau in dieser Reihe bisher einmalig ist, was aber durchaus hilft, den Ablauf besser zu verstehen. Erzählt wird aus den Blickwinkeln verschiedener Charaktere, hauptsächlich Ultramarines, welche auf verschiedenen Posten auf Calth und dessen Orbit dienst schieben. Es kommt weiters sehr gut hinüber, wie die XVII. es schaffen konnte, die XIII. so vollkommen zu überrumpeln. Anders als bei vielen der Vorgängern, werden hier kaum Rückblenden verwendet, in der Regel maximal angedeutet und mit dem aktuellem Geschehen verknüpft.

 

[spoiler]Im Verlauf der Geschichte wird geklärt, warum die Sergeants einen roten Helm tragen und was diese früher bedeutete.
Auch werden die potentiellen Auswirkungen des Scrap Codes erneut (nach Mechanicum) aufgezeigt.
Eine der interessantesten Entwicklungen ist das Erkennen der Ultramarines, was die (offensichtliche) Ursache des Angriffs ist. Glauben sie zuerst noch an einen Unfall und eine unglückliche Verstrickung der beiden Legionen, baut sich nach und nach die Erkenntnis auf, dass es eine Racheaktion für Monarchia sein müsste (siehe hierzu The First Heretic). Dies wird wieder korrigiert, als sie von den Word Bearers erfahren, dass Horus die Rebellion anführt. Den grösseren Plan dahinter, welcher auch dem Leser erst fast zum Schluss geoffenbart wird, entdecken sie hingegen nicht.
Auch sehr spannend war die Geschichte um einen einzelnen Menschen, einen scheinbar pensionierten Soldaten der Armee, welcher früher möglicherweise als Ollanius Pius im Hintergrund verankert war (bevor er von GW ersetzt wurde).[/spoiler]

Mein Fazit: Der Spannungsbogen wird zuerst langsam aufgebaut, dann jedoch konsequent bis zum Schluss durchgehalten. Kaum blieb mir Zeit inne zu halten und obwohl ich sonst kein Fan der Ultramarines bin, tat es mir jedes Mal leid, wenn ich das Buch zur Seite legen musste. Es wird vieles sehr gut gezeigt, auch die emotionale und gedankliche Seite (Verwirrung, Wut, Verständnislosigkeit,…) der Charaktere. Meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch, welches die Möglichkeit besitzt den Leser in seinen Bann zu schlagen.

Format: Taschenbuch

Seiten: 416

Verlag: Black Library

Preis: 6,60 Euro

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